Lebensversicherung trotz Krise nicht kündigen

Vermutlich haben Sie es bereits über die Medien mitbekommen, dass in Amerika und Japan auch einige große Versicherungskonzerne auf Grund der aktuellen Finanzkrise in finanzielle Nöte geraten sind. Zwar sind die Deutschen als besonnen bekannt – dennoch haben die Menschen aus Angst um ihre Altersvorsorge bereits damit begonnen, ihr privates Vermögen umzuschichten und bestehende Policen für eine Renten- oder Lebensversicherung aufzukündigen.

Allerdings ist eine solche Angst absolut unbegründet, da sind sich eigentlich alle Fachleute einig. Wer nicht durch einen anderen triftigen Grund dazu gezwungen ist, zum jetzigen Zeitpunkt seine Police zu kündigen, der sollte in jedem Fall seine Lebensversicherung behalten.

Nimmt man beispielsweise die vor kurzem Pleite gegangene amerikanische Versicherung AIG, so muss man feststellen, dass dieser Konzern beinahe wie eine richtige Bank am Kapitalmarkt aktiv war und das Konzernvermögen in zweifelhaften Finanzinstrumente investierte. Solche Geschäfte sind deutschen Lebensversicherern per Gesetz untersagt. Dass sich ein solcher Fall hierzulande wiederholt scheint quasi ausgeschlossen. Selbstverständlich geht die weltweite Finanzkrise an den deutschen Versicherungen nicht spurlos vorbei.

Dennoch können Lebensversicherungen auf Grund der eher konservativen Anlagestrategie viel länger negative Trends aushalten als andere Finanzmarktteilnehmer. Falls es zum Äußersten kommt, wird lediglich die Überschussbeteiligung bei der Auszahlung der Versicherungssumme gekürzt werden müssen – die garantierte Verzinsung von derzeit durchschnittlich etwa 3 Prozent bleibt in jedem Fall unangetastet.

Nicht nur dass 3 Prozent Rendite in diesen Zeiten bereits ganz ordentlich sind – man sollte darüber hinaus nicht vergessen, dass eine Kündigung in der Regel mit Aufwand und vor allem Kosten verbunden ist. Ganz zu schweigen von dem Problem, über kurz oder lang etwas anderes Lohnendes für die private Altersvorsorge finden zu müssen.